Frankfurt/München, 11. Juni 2026
Die Wirtschaftsmacher stellen am 11. Juni 2026 ihr neues Themenheft zur Bedeutung der Logistik in der Circular Economy vor. Die Veröffentlichung erfolgt im Rahmen der 4. Deutschen Mehrwegkonferenz und anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Stiftung Initiative Mehrweg (SIM).
Das Themenheft „Zweites Leben, erste Klasse! Warum Circular Economy die Logistik braucht“ steht ab dem ersten Konferenztag unter https://die-wirtschaftsmacher.de/themenhefte/zweites-leben-erste-klasse/ zum Download zur Verfügung. Die 4. Deutsche Mehrwegkonferenz am 11. und 12. Juni 2026 bietet mit den integrierten Reuse & Logistics Leadership Days 2026 den passenden fachlichen Rahmen für die Veröffentlichung. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum funktionierende Kreislaufwirtschaft ohne professionelle Logistik nicht möglich ist.
Das 23-seitige Themenheft zeigt, warum Kreislaufwirtschaft weit mehr ist als Recycling oder nachhaltiges Produktdesign: Produkte, Verpackungen und Materialien können nur dann länger genutzt werden, wenn Rückführung, Prüfung, Sortierung, Aufbereitung und erneute Bereitstellung zuverlässig organisiert sind.
Neue Geschäftschancen für die Logistik
Damit rückt der Wirtschaftsbereich Logistik in eine neue Rolle. Er ist nicht mehr nur für Transport, Lagerung und Zustellung zuständig, sondern wird zur Infrastruktur der Wiederverwendung. Ob Mehrwegverpackung, Reparaturprozess, Refurbishment oder Wiedervermarktung von Retouren: Entscheidend ist, ob Rückwege mitgedacht, Daten verfügbar, Prozesse beherrschbar und Verantwortlichkeiten klar geregelt sind. Hier entstehen neue Aufgaben für Deutschlands drittgrößten Wirtschaftsbereich – und zugleich neue Chancen für zirkuläre Geschäftsmodelle und neue Berufsbilder.
Neue Märkte – neue Jobs
Die Wirtschaftsmacher und die Stiftung Initiative Mehrweg bündeln künftig ihre Kräfte, um das Thema Circular Economy stärker in der Logistik zu verankern. Dabei geht es auch um die Arbeitswelt von morgen: Kreislaufwirtschaft braucht Mitarbeitende, die Produkte annehmen, bewerten, sortieren, dokumentieren, reparieren, aufbereiten, transportieren und wieder in den passenden Kreislauf bringen. Damit verändern sich bestehende Tätigkeiten in der Logistik, und es entstehen neue Anforderungen an technische, digitale und kaufmännische Kompetenzen.
„Wir freuen uns sehr über die ideelle Partnerschaft mit der Stiftung Initiative Mehrweg. Circular Economy erfährt aktuell große öffentliche Aufmerksamkeit, und wir sind überzeugt, dass darin erhebliche Chancen für die Logistik liegen. Das gilt für neue Geschäftsmodelle ebenso wie für neue Berufsbilder und attraktive Jobs rund um Kreislaufwirtschaft. Wir wollen zeigen, was die Logistik kann – und warum sie für funktionierende Kreisläufe unverzichtbar ist“, sagt Uwe Berndt, Mitglied des Initiativenteams der Wirtschaftsmacher.
Kreislaufwirtschaft in der Praxis
Wie vielfältig diese Rolle bereits heute ist, macht das Themenheft anhand konkreter Praxisbeispiele deutlich: Die pfenning-Gruppe bündelt, prüft und bereitet Non-Food-Retouren aus dem Discounter-Segment für die Wiedervermarktung auf. GLS Germany positioniert sich bei Mehrwegverpackungen als Schnittstelle zwischen Verpackungsanbietern und Versendern. UPS setzt auf Mehrweglösungen dort, wo Rückwege bereits Teil bestehender Logistikprozesse sind. nox hält wiederverwendbare Transportboxen im eigenen „NachtExpress-Netzwerk“ effizient im Umlauf. Und LOXXESS zeigt, wie technische Rückläufer durch Refurbishment geprüft, aufbereitet und erneut nutzbar werden.
Für die Wirtschaftsmacher ist diese Perspektive auch deshalb relevant, weil sie junge Menschen und Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger für Jobs in der Logistik begeistern möchten. Circular Economy zeigt, wie sinnstiftend und zukunftsorientiert Logistik sein kann: Sie hilft, Ressourcen länger im Einsatz zu halten, Abfall zu vermeiden und nachhaltigere Wertschöpfung praktisch möglich zu machen. Die Branche wird damit zu einem entscheidenden Akteur der Transformation – nicht im Hintergrund, sondern mitten in den Prozessen, die Kreislaufwirtschaft tatsächlich funktionieren lassen.