Arbeitswelt (Intra-)Logistik

Neue LogiMAT-Studie zeigt starke Position der Logistik und ungenutzte Potenziale im Wettbewerb um Fachkräfte

Stuttgart, 24. März 2026

Anlässlich der LogiMAT 2026 präsentieren die Wirtschaftsmacher und die EUROEXPO Messe- und Kongress-GmbH mit einer neuen, repräsentativen Studie Einblicke in die Wahrnehmung von Logistik und Intralogistik in Deutschland. Die Ergebnisse zeigen ein grundsätzlich positives Image der Branche, decken jedoch bestehende Informationslücken und traditionelle Vorurteile auf. Besonders für die Intralogistik ergibt sich dadurch die Chance, sich als moderne und innovative Arbeitswelt noch stärker zu positionieren und gezielt neue Fachkräfte anzusprechen.

Zum Auftakt der diesjährigen LogiMAT veröffentlichen die Initiative „Die Wirtschaftsmacher“ und der Messeveranstalter EUROEXPO Messe- und Kongress-GmbH die Ergebnisse ihrer gemeinsamen Studie „Arbeitswelt (Intra-)Logistik“. Wissenschaftlich begleitet wurde das Projekt von Prof. Dr. Christian Kille von der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt. Ziel der Untersuchung war es, einen aktiven Beitrag zur Gewinnung von Fach- und Arbeitskräften durch das Aufzeigen der Möglichkeiten und Potenziale der Logistik zu leisten.

Im Rahmen einer repräsentativen Umfrage von Mitte Februar bis Mitte März 2026 gaben 1.121 Personen ihre Einschätzungen zur Logistik und Intralogistik ab. Beleuchtet wurden dabei zentrale Themen wie Image, Karrierechancen, Wechselmotivation und Zukunftseinschätzungen. Dabei zeigen die Ergebnisse, dass die Logistik in der Bevölkerung über ein insgesamt positives Image verfügt. Eine deutliche Mehrheit der Befragten bewertet die Branche als stabilen und zukunftssicheren Wirtschaftsbereich. Auch die Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten werden überwiegend positiv eingeschätzt. Hier hebt sich vor allem die Intralogistik hervor, die aufgrund ihres hohen Anteils an technologischen Innovationen und interessanten Managementaufgaben als besonders attraktives Arbeitsfeld wahrgenommen wird.

Die Befragung verdeutlicht zudem, dass sich angesichts des aktuell wirtschaftlich angespannten Umfelds die Prioritäten verschieben. Das Thema Arbeitsplatzsicherheit rückt für viele Befragte stärker in den Fokus und gewinnt gegenüber klassischen Faktoren wie dem Gehalt zunehmend an Gewicht. Die Logistik profitiert von dieser Entwicklung, da sie als systemrelevanter Bestandteil der Wirtschaft das Potenzial hat, ihre Rolle als Schlüsselbranche weiter auszubauen.

Information und Aufklärung als Schlüssel zur Arbeitskräftegewinnung

Trotz der insgesamt positiven Bewertung zeigen sich weiterhin Wahrnehmungslücken und Vorbehalte. Die Logistik wird zwar als modern und zukunftsfähig eingeschätzt, gleichzeitig halten sich bei einem Teil der Befragten noch traditionelle Vorstellungen – etwa hinsichtlich Arbeitsbedingungen oder Tätigkeitsprofilen. Hinzu kommt ein hoher Anteil an Personen, die sich nur teilweise oder unzureichend informiert fühlen. Genau hier liegt eine Chance: Die Intralogistik kann als Innovations- und Zukunftsbranche Vorurteile gezielt abbauen und ein zeitgemäßes Bild vermitteln. Gleichzeitig eröffnet das Informationsdefizit konkrete Ansatzpunkte, um im Wettbewerb um Arbeitskräfte neue Zielgruppen zu erreichen. Eine klarere und verständlichere Kommunikation von Karrierewegen, modernen Arbeitsfeldern und technologischen Entwicklungen kann dabei entscheidend helfen.

„Die repräsentative Umfrage ‚Arbeitswelt (Intra-)Logistik‘ liefert wertvolle Einblicke in die Wahrnehmung von Logistik und Intralogistik in Deutschland. Sie zeigt klar, dass Aufklärung und Kommunikation der Schlüssel sind, um Neugier auf Berufs- und Karrieremöglichkeiten zu wecken und Logistik sowie Intralogistik als innovative und zukunftsfähige Branche zu positionieren“, sagt Prof. Dr. Christian Kille, Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt.

Starke Ausgangsbasis für die Zukunft

Insgesamt zeigt die Studie, dass die Logistik über eine starke Ausgangsbasis verfügt. Um ihr volles Potenzial auszuschöpfen, muss sie jedoch positive Wahrnehmungen festigen, bestehende Informationslücken schließen und die Attraktivität der Branche noch klarer kommunizieren.

„Es freut uns sehr, dass die Logistik als drittgrößter Wirtschaftsbereich Deutschlands als zentrales Rückgrat moderner Wertschöpfungsketten erkannt wird. Besonders die Intralogistik zeigt, wie Innovation funktioniert: Mit Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und autonomen Systemen stärkt sie die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Das bestätigt uns in unserem Engagement, auf der LogiMAT die Vielfalt und Attraktivität der Branche sichtbar zu machen und junge Talente sowie Wechselwillige für diesen spannenden Wirtschaftsbereich zu begeistern“, kommentiert LogiMAT-Messeleiter Michael Ruchty vom Münchener Veranstalter EUROEXPO Messe- und Kongress-GmbH.

Jens Tosse, Mitinitiator der Wirtschaftsmacher und Projektverantwortlicher der Studie „Arbeitswelt (Intra-)Logistik“, ergänzt: „Als Initiative, die sich für das Image der Logistik starkmacht, sehen wir deutliche Chancen in den Umfrageergebnissen. So bestehen noch immer Informationslücken und nur wer über Karrierewege, moderne Arbeitsfelder und technologische Entwicklungen Bescheid weiß, erkennt die Logistik als attraktiven Arbeitgeber. Mit gezielten Kampagnen und mehr Kommunikation kann die Branche diese Wissenslücken schließen, positive Wahrnehmungen stärken und neue Fachkräfte gewinnen.“

Um die Entwicklung des öffentlichen Bildes der Logistik zu verfolgen, soll die LogiMAT-Umfrage künftig in regelmäßigen Abständen durchgeführt und die Ergebnisse auf der Messe präsentiert werden.

Die vollständige Studie finden Sie hier zum Download: Studie Arbeitswelt (Intra-)Logistik