Haustechnik im Logistikzentrum

Wo Stillstand keine Option ist

Ganz ruhig ist es in dem 50.000 Quadratmeter großen kombinierten Lager von PENNY in Kronau nie. Von hier aus werden 275 Supermärkte des Unternehmens in die Regionen südlich von Darmstadt bis zum Bodensee und an die Grenze von Luxemburg bis Schwäbisch-Hall beliefert.

Ganz ruhig ist es in dem 50.000 Quadratmeter großen kombinierten Lager von PENNY in Kronau nie. Von hier aus werden 275 Supermärkte des Unternehmens in die Regionen südlich von Darmstadt bis zum Bodensee und an die Grenze von Luxemburg bis Schwäbisch-Hall beliefert. Umso wichtiger, dass die Technik des Gebäudes stets reibungslos funktioniert. Darum kümmert sich das Team um Gennaro Confuorto, Leiter Haustechnik am Standort Kronau.

Im Lager von PENNY in Kronau sind auf einer Fläche von rund sieben Fußballfeldern Hunderte Flurförderzeuge und Reinigungsmaschinen im Schichtbetrieb im Einsatz. Dazu kommt die Gebäude- und Kältetechnik – insgesamt sind es 43 technische Anlagen, die Gennaro Confuorto, Leiter Haustechnik, und seine drei Kollegen im Blick behalten müssen. Wenn er von seinem Job erzählt, klingt es ein wenig wie bei der Feuerwehr: Es gibt Alarme und eine Rufbereitschaft, auch am Wochenende. „Grundsätzlich haben wir zwei Kategorien von Störmeldungen“, erklärt der gebürtige Heilbronner, „kleinere Fehler und Störungen werden uns als Prio 2 angezeigt, während Probleme an Stromversorgung, Kälteanlage oder auch Brandmeldeanlage Prio 1 sind. Ein Ausfall der Kälteanlage hat beispielsweise direkt Auswirkungen auf die Ware, da müssen wir dann schnell reagieren, die Kommissionierung stoppen und alle Tore geschlossen halten.“

Jeder hat seinen Schwerpunkt

Seit zwölf Jahren arbeitet der gelernte Kfz-Mechaniker bereits als Haustechniker bei PENNY in der Region Südwest. Das Lager in Kronau, zwischen Heidelberg und Karlsruhe an der A5 gelegen, kennt er seit dessen Fertigstellung 2020. Das Baukonzept wurde von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) mit dem Gold-Standard zertifiziert. Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach produziert reichlich Strom für den Bedarf in der Halle, die Abwärme der Kühlanlagen wird für Warmwasser und Heizung genutzt. „Auf einer so großen Fläche und bei so viel Technik kann immer mal etwas sein, und niemand ist Spezialist auf allen Gebieten. Darum haben wir vier Haustechniker auch unterschiedliche Schwerpunkte“, erklärt der 41-Jährige. Sein Spezialgebiet sind die Flurförderfahrzeuge, ein Kollege verantwortet als staatlich geprüfter Elektrotechniker die Elektrik. Der Schreiner im Team übernimmt allgemeine Kleinreparaturen und ist für die elektronische Schließanlage zuständig. Und ein Heizungs- und Sanitärinstallateur achtet auf die Heizungs- sowie Sanitäranlagen und ist zudem Ausbilder für Staplerfahrer.

Ein eingespieltes Team

„Wir sind ein eingespieltes Team und ergänzen uns sehr gut“, berichtet Gennaro Confuorto. In täglichen Rundgängen inspizieren sie die sensibelsten Anlagen wie die Kältetechnik, damit sie mögliche Fehlerquellen schon erkennen, bevor es ein Problem gibt. Wo Kleinigkeiten repariert werden müssen, legen die erfahrenen Praktiker selbst Hand an, bei größeren Eingriffen müssen sie aber allein schon aus Versicherungs- und Garantiegründen spezialisierte Fremdfirmen beauftragen. Auch die Begleitung von Sachverständigenprüfungen sowie von internen und externen Audits gehören zum Aufgabenbereich, der neben dem Logistik- noch das Verwaltungsgebäude sowie die betriebsinterne Tankstelle einschließt. Um in allen relevanten Bereichen auf dem Laufenden zu bleiben, spielen neben jährlichen Unterweisungen, zum Beispiel an der Scherenarbeitsbühne oder am Lastenkran, auch Weiterbildungen eine wichtige Rolle. Sie werden durch die Zentrale von PENNY in Köln organisiert.

Auf die Frage danach, was ihm an seinem Job am meisten Freude macht, erklärt Gennaro Confuorto: „Das ist die große Abwechslung. Kein Tag ist wie der andere, es gibt immer etwas zu tun. Und es freut mich außerdem, dass wir mit unserer Arbeit dazu beitragen, dass die Versorgung von Millionen Menschen in der Region Südwest mit Lebensmitteln sicher gewährleistet ist – einfach deshalb, weil Stillstand bei uns keine Option ist.“