Durchblick dank Simulation – Isabella 2.0 visualisiert das BLG AutoTerminal in Bremerhaven

Vielleicht kennen Sie das Computerspiel „SIMS“, in dem man für seine Spielfiguren Häuser baut und einrichtet, Jobs sucht und Familien gründet? Oder die erfolgreichste Spielreihe der Schweiz, den „Landwirtschafts-Simulator“? Dieses Prinzip der virtuellen 3D-Simulation, um Szenarien durchzuspielen und zu veranschaulichen, kann auch in der Realität helfen, Prozesse abzubilden und effizienter zu gestalten.

Im September 2017 rief der Seehafen- und Logistikdienstleister BLG LOGISTICS zusammen mit BIBA, dem Bremer Institut für Produktion und Logistik der Universität Bremen und dem Softwarespezialisten 28Apps das Forschungsprojekt „Isabella“ ins Leben, das im BLG AutoTerminal Bremerhaven für eine Laufzeit von drei Jahren pilotiert wurde.

Interne und externe Daten fließen in die Simulation ein

Ziel des Forschungsprojektes war es, die vielfältigen logistischen Prozesse innerhalb des Umschlagterminals virtuell zu simulieren und dadurch eine verbesserte Plan- und Steuerbarkeit herzustellen. Denn das Terminal hat große Mengen an Autos zu bewältigen, die von den Werken ins Ausland transportiert werden; 2019 betrug der Umschlag ganze 2,3 Millionen Fahrzeuge. In der ersten Phase des Projekts wurden dabei allein die internen Prozesse berücksichtigt; in die Neuauflage „Isabella 2.0“ fließen nun auch Bewegungsdaten der externen Verkehrsträger Zug, Schiff und Lkw sowie deren Be- und Entladung mit ein. Dank des neuen Mobilfunkstandards 5G oder eines lokalen Kommunikationsnetzwerks wie WLAN, Bluetooth und Long Range Wide Area Network werden die Daten in Echtzeit in das zentrale System gespeist.

Nutzerfreundliche und interaktive Bedienoberfläche

Das Herzstück von „Isabella“ und nun „Isabella 2.0“ ist gleichzeitig die Schnittstelle zur Mitarbeiterin und zum Mitarbeiter: der MultiTouch-Tisch, der das Terminal in 3D visualisiert. Zusätzlich zeigt er alle relevanten Planungsinformationen wie zum Beispiel den Belegungsgrad an, auf deren Grundlage verschiedene Planungsszenarien simuliert werden können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten von Anfang an Mitspracherecht im Entwicklungsprozess, was die Nutzerfreundlichkeit und letztlich die Akzeptanz steigerte. Die Visualisierung wird in dem Projekt Isabella 2.0 wieder aufgegriffen und um eine virtuelle Schulungsumgebung ergänzt, in der die Mitarbeiter die neuen Prozesse mittels VR-Technologie direkt digital sehen und erleben können. Die Orientierung an den Bedürfnissen der Anwenderinnen und Anwender geht schon aus dem Namen hervor: „Isabella 2.0“ ist eine Abkürzung für „Automobillogistik im See- und Binnenhafen: Integrierte und anwenderorientierte Steuerung der Gerät- und Ladungsbewegungen durch künstliche Intelligenz und eine virtuelle Schulungsanwendung“.

Sowohl Fahrerinnen und Fahrer als auch die Fahrzeuge auf dem Gelände sind mit eigens entwickelten Ortungssystemen ausgestattet, sodass dem System eine große Menge an Echtzeitdaten zur Verfügung steht. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können dadurch Fahraufträge individuell zuweisen, Fahrwege optimieren und schnell auf aktuelle Schwankungen reagieren.

Innovationstreiber Logistik

„Isabella 2.0“ verleiht damit in beispielhafter Weise der Innovationsfreude des Wirtschaftsbereichs Logistik Ausdruck. Längst gehören Digitalisierung, Automatisierung und der Einsatz zukunftsfähiger Lösungen fest zur Logistik dazu und erleichtern den Arbeitsalltag der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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